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Der Hundekörper

1 Nase 2 Schnauze 3 Lefze 4 Fangwinkel
5 Backe 6 Stop 7 Augenbrauenbogen 8 Stirn
9 Schädeldach 10 Ohr 11 Hals 12 Nacken
13 Widerrist 14 Rücken 15 Lende 16 Kruppe
17 Schwanzwurzel 18 Schwanz 19 Hüfte 20 Flanke
21 Sitzbeinhöcker 22 Kniefalte 23 Schenkel 24 Knie
25 Wade 26 Fersensehne 27 Ferse 28 Pfote
29 Zehen 30 Mittelfuß 31 Fersengelenk 32 Bauch
33 Seite 34 Brustbein 35 Vorderpfote 36 Mittelhand
37 Finger 38 Handgelenk 39 Unterarm 40 Ellenbogen
41 Brust 42 Schulter 43 Brustkorb 44 Schultergelenk

 

Die Haut

Anatomie und Physiologie der Haut

Die Haut hat als grösstes Organ mit hochentwickeltem Nervengeflecht, feinen Blutgefässen und Drüsen zahlreiche Aufgaben: Schutz vor Umwelteinflüssen (zum Beispiel Wasserverlust und Austrocknung), mechanischen, thermischen und chemischen Krankheitsursachen (Noxen), vor dem Verlust körpereigener Substanzen wie Eiweiß und Elektrolyte und vor dem Eindringen von Bakterien und anderen Mikroorganismen.

Durch das ausgedehnte Netz an Haargefäßen (Kapillare) steuert die Haut den Blutdruck und reguliert mit anderen Organen die Temperatur, unabhängig von Länge und Dichte des Fells.

Die empfindsame Aufgabe umfasst Wahrnehmung von Temperatur- und Luftdruckschwankungen, Schmerz und Juckreiz. Über Talg- und Schweissdrüsen, die auf der ganzen Hautoberfläche verteilt sind, ausscheidende (exkretorische und sekretorische) Funktionen.

Die Haut spielt auch im Abwehrsystem eine wichtige Rolle. Gewisse Zellen (unter anderem Langerhanssche) können Antikörper absorbieren.

Durch die enge Beziehung zu allen anderen Organen, vor allem dem Hormon-Stoffwechsel, muss bei Hauterkrankungen geklärt werden, ob die Haut unmittelbar betroffen ist oder nachrangig ins Krankheitsgeschehen anderer Organe einbezogen worden ist.

Die Haut ist ein Spiegel des Zustandes des gesamten Körpers.

Aufbau

Die Haut wird in drei Schichten unterteilt, von außen nach innen: die dünne Oberhaut (Epidermis), die bindegewebige Lederhaut (Dermis oder Korium) und die Unterhaut (subkutanes Fett) mit Anhangsgebilden wie Haare, Nägel, Drüsen.

Die Epidermis ist ebenfalls mehrschichtig: die Hornstoff (Keratin)-bildenden Zellen (Keratinozyten), die an der Oberfläche verhornen, die mit Melanin (braunes bis schwarzes Pigment) behafteten Zellen (Melanozyten) und die mit Blut- und Nervengefässen versorgten Langerhansschen Zellen, die vor allem Infektionen abwehren sollen.

Haarwachstum und -wechsel

Das Wachstum des Haars wird von mehreren Faktoren beeinflusst: Dauer und Intensität des Lichts, Temperatur der Umgebung, biologischer Rhythmus, Sexualzyklus und Jahreszeit. Das Wachstum hängt aber auch von der Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen, Proteinen, essentiellen Fettsäuren und von verschiedenen Hormonen ab.

Dichte, Länge, Farbe und Struktur der Behaarung sind vom Typ abhängig, dazu je nach Körperstelle unterschiedlich. Pflege, psychische und Haltungs-Bedingungen und Ernährung beeinflussen die Qualität des Fells.

Die Entwicklung des Haares verläuft in Zyklen.

Wachstums- (anagene) Phase: Bildung des Haares durch Zellteilung in der Papille (warzenförmige Erhebung der Haut).
Katagene Phase: Die Haar-Knolle zieht sich zusammen, der Haarfollikel (Follikel: bläschenförmiges Gebilde) verdickt sich nach außen und schiebt das ausgewachsene (Kolben-) Haar nach oben.

Hautdrüsen

In der Hundehaut finden sich viele Arten von Drüsen: auf der ganzen Körperoberfläche Talgdrüsen - zusammen mit den Haarfollikeln, an den Augenlidern, an den Geschlechtsteilen und im äußeren Gehörgang.

Die öligen Absonderungen halten Haut und Haare geschmeidig und steuern die Hautfeuchtigkeit. Die zahlreichen und größten Talgdrüsen sind an den Augenlidern, an Lefzen, Vulva, Hoden, und After, dann noch am Nacken und in der Rutendrüse zu finden.

Diese Violsche Drüse ist in individuell verschiedener Größe am Rutenansatz. Bei einigen Hundeschlägen mit wenig Haarfollikeln erscheint hier ein kahler Fleck.

Die Zirkum-Analdrüsen sind veränderte Schweißdrüsen, die tiefer liegenden Peri-Analdrüsen sind modifizierte Talgdrüsen und haben keine Ausgänge. Sie funktionieren als Stoffwechselorgan.

Die zu beiden Seiten des Anus liegenden Analbeutel bestehen aus einer sackartigen Hülle, die als Talg- und als Schweißdrüse fungieren. Über einen Ausgang wird ein Sekret (Mix aus stark riechenden, fettig-wässrigen Sekreten) beim Ausdrücken des Schliessmuskels entleert. Manchmal muss der Mensch dabei auch nachhelfen, wenn dieser Ausgang verstopft. Manche Hunde "fahren" dabei wie ein "Schlitten" auf dem Boden, um sich von dieser drückenden Verstopfung zu befreien.

Auf der Hautoberfläche sind apokrine Schweißdrüsen (die aus Flüssigkeit und Zellbestandteilen bestehende Sekrete bilden) verteilt, mit Haarfollikeln. Das Sekret ist eiweißreich und wird durch Adrenalin (Hormon aus den Nebennieren) angeregt.
Diese Drüsen regeln nicht die zentrale Temperatur, schützen die Haut aber vor örtlicher Überhitzung.

Die meisten Schweißdrüsen sind auf der Kopfhaut und in den Zwischenzehenhäuten. Merokrine (teilweise ausscheidende) Schweißdrüsen kommen nur in den Pfotenballen vor. Deren Sekret ist wässrig und wird durch Wärme angeregt.

 

Die Organe links

Die Organe rechts

Die Lympfknoten

Kurze Anatomie innerer Organe

Der Atmungsapparat des Hundes besteht aus Kehlkopf (Larynx), Luftröhre (Trachea), Bronchien (Luftröhrenast) und Lunge (Pulmo).

Der Kehlkopf (Larynx) hat einen Verschlussmechanismus. Hier kreuzen Luft- und Speiseröhre. Hierdurch wird das "Luftschlucken" bei der Nahrungsaufnahme verhindert.

Die Luftröhre (Trachea) liegt am Hals unter der Halswirbelsäule. Sie tritt durch den Brusteingang und teilt sich über dem Herzen in die beiden Stammbronchien.

Von vorne ist die Luftröhre im Halsbereich von Muskulatur bedeckt. Hinten von der Speiseröhre. Die Luftröhre (Trachea) besteht innen aus einer Muskelschicht. Außen liegen 42 bzw. 46 Knorpelspangen.

Die Luftröhre erwärmt, reinigt und feuchtet die Atemluft an.

 

Foto: Unbekannt

Die Bronchien liegen in der Lunge als Verlängerung der Luftröhre. Die Luftröhre teilt sich hinter dem Herz in zwei Hautbronchien. Sie treten in je einen Lungenflügel ein und teilen sich dort weiter in Lappenbronchien, dann in Segmentbronchien, weiter in Bronchuli und dann in Lungenalveolen. Das heißt die Bronchien werden immer kleiner. In den Lungenalveolen findet der Gasaustausch statt. Sie werden von einem feinen Kapillarnetz umsponnen, um das Blut in engen Kontakt mit der Atemluft zu bringen.

In der Lunge wird der Sauerstoff gegen Kohlendioxid ausgetauscht. Die Lunge teilt sich in zwei Flügel, die aus Lappen und Segmenten bestehen. Im Lungengewebe sind die kleinsten Anteile, die Alveolen. Diese sind eng mit Kapillaren umwickelt und transportieren das sauerstoffarme Blut zum Gasaustausch dorthin. Alveolen liegen aneinandergereiht, durch dünne Schichten voneinander getrennt.

Die Lunge wird von der Pleura (Brustfell) überzogen, die sich verdoppelt und auch den Brustkorb von innen auskleidet. Zwischen diesen beiden Anteilen befindet sich ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum (Pleuraspalt).

Bauchhöhle

In der Bauchhöhle befinden sich die Speiseröhre (Ösophagus) sowie die Verdauungsorgane. Die Verdauungsorgane sind: Magen (Gaster), Mitteldarm (Dünndarm) mit drei Abschnitten (Zwölffingerdarm (Duodenum), Leerdarm (Jejnunum), Hüftdarm (Ileum), Dickdarm mit drei Abschnitten (Blinddarm (Caecum), Grimmdarm (Colon), Mastdarm (Rectum), Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Leber (Hepar) mit der Gallenblase (Vesica fella), Milz (Lien), Harnorgane: Niere (Ren), Blase (Vesica urinaria) und der Harnleiter (Ureter), männliche bzw. weibliche Geschlechtsorgane

Die Speiseröhre entspringt am Schlundrachen und mündet durch einen Schließmuskel in den Mageneingang. Dies verhindert einen Rückfluss des sauren Mageninhaltes in die Speiseröhre.

 

Foto: Unbekannt

Der Magen hat bei den einzelnen Tierarten extreme anatomische Unterschiede. Der Mensch und Hund hat einen einhöhligen Magen ohne Vormagenabteilung.

Im Zwölffingerdarm werden dem Nahrungsbrei die Enzyme der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und der Galleblase aus der Leber beigemischt. Er ist beim Hund circa 0,2 bis 0,6 Meter lang (je nach Rasse).

Der Leerdarm ist der längste Darmabschnitt, beim Hund beträgt seine durchschnittliche Länge 1,6 bis 4,2 Meter, beim Pferd sind es gut 15 Meter.

Der Hüftdarm ist der Übergang von Mitteldarm zu Dickdarm. Er bildet eine Schleuse, um zu verhindern, dass der Dickdarminhalt Richtung Mitteldarm gelangt. Der Hüftdarm hat eine gewisse lymphatische Funktion, nämlich die Bildung von Lymphozyten (zur Abwehr).

Im Dickdarm findet die Aufnahme von Wasser, wasserlöslichen Vitaminen, Salzen und essentiellen Fettsäure statt. Er besteht aus drei Abschnitten (Blind-, Grimm- und Mastdarm). Der Blinddarm befindet sich am Beginn des Dickdarmes, bei Hund und Katze fehlt der Wurmfortsatz (Appendix), das heißt, sie können nicht an Blinddarmentzündung erkranken.

Der Mastdarm ist beim Hund sehr kurz, und ist zuständig für die Wasseraufnahme (Entwässerung und Formung des Kotes).

Der Anus (After) bildet das Ende des Darmes. Mit dem inneren (M. sphincter ani internus) und seinem äußeren Schließmuskel (M. sphincter ani externus) schließt er das Ende des Darmes. Unterhalb des Afters befinden sich beim Hund zahlreiche Duftdrüsen und zwei große Analbeuteldrüsen, diese stellen eine spezifische bzw. individuelle Duftnote dar. Sie dienen der Territorialmarkierung.

Die gesamte Länge des Darmes beträgt beim Hund das Fünffache seiner Körperlänge. Das heisst: 5 bis 7 Meter.

Die Leber (Hepar) ist die größte Drüse des Organismus. Die Leber bildet und speichert in ihrer Gallenblase die Gallensäuren, die über den Gallengang in den Zwölffingerdarm (Duodenum) abgegeben werden. Außerdem speichert die Leber verschiedene Vitamine und ist an der Entgiftung des Körpers beteiligt, speichert Blut und baut verschiedene Hormone ab (z. B. Geschlechtshormone, Cortison, Insulin).

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) liegt zwischen Magen und Zwölffingerdarm. Sie produziert verschiedene Enzyme und ist verantwortlich für die Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratverdauung.

 

Foto: Unbekannt

Weiter produziert sie Insulin zur Blutzuckerspiegelregulierung und zwar beim Hund ca. 0,5 Liter/Tag, beim Mensch 1,5 Liter/Tag.

Der Harnbereich besteht aus Harnleiter, Harnblase und Harnröhre.

 

Foto: Unbekannt

Die paarigen Nieren sind die Hauptausscheidungsorgane des Organismus. In ihnen wird das Blut von Schlackenstoffen, den sogenannten harnpflichtigen Stoffen, befreit. Die Nieren sind im Allgemeinen bohnenförmig. Sie liegen beiderseits der Wirbelsäule in der Lendengegend in Höhe der ersten Lendenwirbel.

Der Harnleiter entspringt aus dem Nierenbecken und verläuft harnblasenwärts. Die beiden Harnleiter münden in der Nähe des Blasenhalses in die Harnblase. Hierdurch wird eine Ventilfunktion gegen den Rückstau bei voller Blase erreicht. Der Harn wird vom Nierenbecken in einzelne Portionen zur Blase transportiert.

Die Harnblase ist ein birnenförmiges, muskulöses Hohlorgan zum Sammeln des Harns. Die Blase produziert circa 1 ml. Urin pro Kilogramm Körpergewicht.

Die Harnröhre der weiblichen Tiere ist sehr kurz und dehnungsfähig. Beim männlichen Tier unterscheidet man das Beckenstück und das Penisstück der Harnröhre.

Geschlechtsorgane

Zu den Geschlechtsorganen der Rüden zählen: Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Prostata, Harnröhre und Penis.

Die weiblichen Geschlechtsorgane sind: Eierstöcke, Eileiter und Gebärmutter.

 

                                                                                       Bewegungsapparat

Die Anatomie zu kennen, ist auch für Nichtveterinäre wichtig: für die Beurteilung eines Hundes. Im Prinzip ist kein Unterschied festzustellen zwischen einem kleinen und einem grossen Hund.

Bewegungsteile wie Skelett, Knochen, Gelenke, Muskulatur, innere Organe zur Verdauung, Atmung, Fortpflanzung, Kreislauf, Herz und die Sinnesorgane sind Bausteine des Hundes, eines im Sozialverband (Rudel) in normaler Form sehr lauftüchtigen Beutegreifers, der vornehmlich Fleischfresser (Carnivore) ist.

In den kommenden Folgen stellen wir eine Kleine Anatomie des Hundes vor.

Das Skelett ist das tragende Gerüstsystem und prägt das Erscheinungsbild (Phänotyp) eines Hundes. Das Skelett ist im Prinzip nicht veränderbar, aber durch Ernährung, Bewegung und Pflege zu beeinflussen.

 

Das Skelett besteht aus Knochen und Knorpeln, aus einer Schädelhöhle, Brustkorb und Gelenkkapseln. Die Glieder wirken dabei als Hebel und Verbindung durch Gelenke. Die sind wiederum mit Sehnen, Bändern und Muskeln verbunden.

Mit diesem System kann sich das Skelett technisch bewegen. Es ist der passive Teil, die Muskulatur jedoch der aktivierende.

Knochen sind zwar elastische, aber harte Teile aus verkalktem Bindegewebe. Ihre jeweiligen Ausmaße werden - nach den verschiedenen Stufen der Evolution - durch die Spezifizierung der Aufgaben definiert.

Die Gelenke werden durch mehr oder weniger stabile Bänder zusammengehalten. Der Schädel, eines der individuellsten Teile, besteht aus abgeplatteten Knochen, die durch Nähte gefügt werden. Nach der Geburt, in der Wachstumsphase, verknöchern sie. Der Unterkiefer ist durch Gelenke mit dem Oberkiefer verbunden.

Der Rumpf besteht aus der Wirbelsäule, die je nach Hunde-Aufgabengebiet mehr oder weniger beweglich ist.


Entscheidend für die technische Lauffähigkeit ist die Biegung der Wirbelsäule. An sie schließen alle Skelettteile aus einzelnen Wirbeln und Knorpelscheiben, mit Ausnahme der Halswirbel.

Im Wirbelkanal befinden sich unter anderem Rückenmark, Nerven und Blutgefässe.

 

Herz-Kreislauf-System

Das Herz (Cor) befindet sich, zusammen mit der Lunge und dem Zwerchfell (größter Atemmuskel), im Brustkorb des Hundes.

Foto: Unbekannt

Herz und Blutkreislauf haben die Aufgabe, das Blut im Organismus zirkulieren zu lassen. Das Blut soll möglichst in jede einzelne Körperzelle gelangen und hat die Funktion der Resorption (siehe Aufnahme) von Nahrungsstoffen, ist beteiligt am Gasaustausch in der Lunge und transportiert verschiedene Stoffe. Außerdem dient die Blutzirkulation dem Wärmetransport.

Das Herz (Cor) ist ein sehr starker Muskel und pumpt das gesamte Blut durch den Körper. Es ist der Motor der Blutzirkulation. Das Herz liegt im Brustkorb und ist - im Gegensatz zum Menschen - eher mittig gelagert.

Die Größe und das Gewicht des Herzens hängt ab vom Typ, Alter, Geschlecht und Kondition des Hundes.

Das Herz liegt im Herzbeutel. Dieser stabilisiert das Organ im Brustkorb, begrenzt eine Erweiterung des Herzens und dient als Schutzmantel bei eventuellen Entzündungen anderer Organe (z. B. Lungenentzündung).

Zwischen dem Herz und dem Herzbeutel befindet sich die kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Herzbeutelhöhle.

Das Herz hat einen komplizierten Aufbau. Die Herzwand besteht aus unterschiedlichen Schichten. Hier ist die Muskelschicht die Wichtigste.

Das Herz kann in vier große Abschnitte eingeteilt werden:

Rechter Vorhof. Er hat eine dünne Wand, eine dreizipflige Klappe, diese verbindet den rechten Vorhof mit der rechten Kammer Rechte Kammer Linker Vorhof. Er hat eine dicke Wand, auch Mitralis genannt. Die zweizipfelige Klappe verbindet den linken Vorhof mit der linken Kammer. Linke Kammer

Die Herzscheidewand trennt die rechte und linke Herzseite. Die rechte Herzseite ist dünn, die linke doppelt so dick, da sie für den großen Kreislauf zuständig ist. Weiterhin sind im Herzen Segel- und Taschenklappen vorhanden. Diese Klappen regulieren den Blutstrom und die Strömungsrichtung.

Skelettmuskeln werden willkürlich erregt. Das bedeutet, dass der Hund bewusst Einfluss auf die Muskulatur und damit die Gelenkbewegung nehmen kann. Das Herz wird unwillkürlich erregt und hat außerdem ein eigenes Erregungsleitungssystem.

Dies erklärt, dass das Herz auch bei Bewusstlosigkeit und Gehirntod selbständig schlagen kann. Der Schrittmacher des Herzens ist der Sinusknoten. Dieser bestimmt den Takt und leitet von dort die Kontraktion im Herzen weiter, bis sich das gesamte Organ anspannt (kontrahiert).

Das Herz ist der Knotenpunkt der Blutgefäße.

 

Foto: Unbekannt

Man unterscheidet in Arterien, die vom Herzen wegführen und in Venen, die zum Herzen hin führen.

Weiter gibt es noch die Kapillaren, die in der Peripherie (den Gliedmaßen - weit entfernt vom Herzen) die Arterien mit den Venen verbinden und den Gas- und Stoffaustausch gewährleisten.

Die Arterien führen im Körperkreislauf sauerstoffreiches Blut, im Lungenkreislauf jedoch sauerstoffarmes Blut.

Die Arterien besitzen in ihrer Gefäßwand eine starke Ringmuskulatur. Damit wird das Blut in die Tiefe befördert. Die Venen haben eine viel schwächere Muskulatur und der Venendurchmesser ist größer.

Die Venenentleerung bzw. der Rücktransport des Blutes findet über die Sogwirkung des Herzens, die Muskelpumpe (durch Muskelkontraktionen, das heißt: bei Bewegung wird Druck auf die Venen ausgeübt) und die Venenklappen (verhindern Rückfluss des Blutes) statt.

In den Kapillargefäßen findet der Stoffaustausch zwischen Blutbahn und Gewebe statt. Kapillaren sind die kleinsten Blutgefäße.

Den Blutkreislauf unterscheidet man in Großer Kreislauf oder Körperkreislauf Kleiner Kreislauf oder Lungenkreislauf Pfortaderkreislauf

Foto: Unbekannt

Der Körperkreislauf versorgt den Körper mit sauerstoffreichem Blut und transportiert das sauerstoffarme Blut ab. Der Lungenkreislauf bringt das sauerstoffarme Blut in die Lunge, dort wird das Blut wieder mit Sauerstoff angereichert und zum Herz gebracht. Der Pfortaderkreislauf sammelt das Blut der Baucheingeweide. Es wird hier gesammelt und zur Leber geführt. Dort wird es entgiftet.

Puls

Durch die plötzliche Ausstoßung des Blutes aus dem Herzen (auch Systole genannt) werden die Arterien gedehnt. Diese Ausdehnung lässt sich am besten an Stellen spüren, wo die Arterie über einen Knochen verläuft. Beim Hund ist der Puls am einfachsten an der Oberschenkelinnenseite zu spüren.

Die Pulsfrequenz entspricht in der Regel der Herzfrequenz. Die Herzfrequenz beim Hund beträgt normalerweise 110 - 130 Schläge in der Minute.